Bilder, die Lebensfreude ausstrahlen

21.10.2019

Bilder, die Lebensfreude ausstrahlen

Für viele Kunst-Freunde der Region ist sie ein jährlicher Höhepunkt im Veranstaltungskalender: Die Ausstellung „Kunst kennt keine Behinderung“, die jetzt schon zum 23. Mal eröffnet wurde. Bei der Vernissage am Donnerstag drängten sich die Besucher wie gewohnt in den weitläufigen Räumen der Werkstatt der bhb [...]

Zu sehen waren etwa 300 Werke von mehr als 30 Künstlern, die am Kunst-Angebot im Rahmen der arbeitsbegleitenden Maßnahmen der Einrichtung teilnehmen oder als hauptberufliche Künstler arbeiten.

Christian Dreiss, Geschäftsführer der bhb, machte bei der Begrüßung auf die Lebensfreude aufmerksam, die von den Bildern ausstrahle. Positiv sah er die vielen unbekannten Gesichter im Publikum, die nicht wegen ihrer Verbindung zur bhb gekommen waren, sondern allein wegen der Kunst. Er dankte den Mitarbeitern, die lange an der Vorbereitung der Ausstellung gearbeitet und allein schon für das Hängen der Bilder mehrere Tage gebraucht hatten.

Bedürfnis nach Freiheit

Berthold Mäurer führte in die Ausstellung ein. „Die Bilder teilen uns viel vom Bedürfnis nach Freiheit mit“, erklärte Mäurer und erinnerte mit einem Schiller-Zitat daran, dass die Kunst eine Tochter der Freiheit sei. Er dankte allen Menschen, die diese Bilder geschaffen haben, mit der Verlesung jedes einzelnen Namens und hob auch die gute Arbeit von Ralf Thomas-Rogala und Darius Wollny hervor, die die Ausstellung kuratiert haben. Allen gezeigten Bildern gemein sei ihre Lebensbezogenheit.

Mäurer machte außerdem auf einzelne Künstler aufmerksam, etwa auf Katharina Schulze, Marina Ney und Uwe Rindfleisch. Daneben ging Mäurer auf die beiden Berufskünstler. Besonders wies er auf die lange Reihe von Porträts hin, die Robert Wilhelm ausstellt – „es geht um die Freiheit der Gedanken“.

Von Jürgen Klaban habe er vor einiger Zeit ein großes Bild für das Treppenhaus des Bensheimer Rathauses gekauft, bei dem Pferde im Mittelpunkt stehen. Inzwischen sei der Fuchs bevorzugtes Motiv des Künstlers.

Auch in den kreativen Prozess gab Mäurer einen Einblick. Von Jürgen Klaban seien 19 Arbeiten mit jeweils einem großen schwarzen Fleck zu sehen: Als einmal eine große Menge Tusche aus einem versehentlich umgestoßenen Topf geflossen sei, habe der Künstler die Leinwände in die Farbe gedrückt. Die so entstandenen Monotypien habe Klaban dann zu Figuren ergänzt.

Mit einem Zitat des bhb-Mitarbeiters Darius Wollny schickte Mäurer sein Publikum in die Ausstellung: „Kunst ist etwas, was beim Betrachter ein Lächeln aufs Gesicht zaubert.“  [...]

- Auszug aus dem Artikel für den Bergsträßer Anzeiger von Eva Bambach

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