Haben Sie einen Auftrag für unsere Werkstätten?

Informieren Sie sich hier über unser umfangreiches Angebot in unseren Werkstätten.

Ihre Fragen

Hier sehen Sie einige Fragen, die wir immer wieder gestellt bekommen. Wir haben sie in drei Bereiche gegliedert: Arbeiten, Wohnen und Bands/Kunst.

Fragen aus dem Bereich 'Arbeiten'

Gibt es für die Menschen mit Behinderung Lohn?

Jeder Mitarbeiter mit Behinderung im Arbeitsbereich ist sozialversichert und erhält Lohn. Das Lohnsystem der Behindertenhilfe Bergstrasse ist die Umsetzung der gesetzlichen Bestimmungen der §§ 136 und 138 SGB IX sowie des § 12 der Werkstättenverordnung.

Wie fördert die WfbM den Übergang der MmB auf den allgemeinen Arbeitsmarkt?

Ein besonderes Ziel der Rehabilitationsbemühungen der Werkstätten ist es, Werkstattbeschäftigte auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zu vermitteln. Dafür gibt es bei uns den Fachdienst für berufliche Integration. Dieser stellt den Kontakt zum Arbeitsmarkt her, fördert und begleitet unsere Mitarbeiter bei Praktika und Eingliederungsmaßnahmen.

Wie werden Menschen mit Behinderung im Arbeitsbereich qualifiziert?

Für jeden Mitarbeiter werden halbjährlich individuelle Förderpläne erstellt, in denen Ziele und Methoden zur Qualifizierung festgelegt werden. Diese Ziele werden in einem halbjährlichen Rhythmus überprüft.

Wie kommt der Mensch mit Behinderung in die Werkstatt?

Die Werkstatt bietet einen individuell organisierten Fahrdienst an, der an die Bedürfnisse und Anforderungen jedes Einzelnen angepasst wird.

Warum vergebe ich Arbeit in eine WfbM?

Die Behindertenhilfe Bergstrasse ist eine anerkannte Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Ihre Aufträge werden in unseren Werkstätten in höchster Qualität und termingerecht ausgeführt. Zudem bieten wir Ihnen die Möglichkeit sich einen Teil unserer Arbeitsleitung auf Ihre Ausgleichsabgabe anrechnen zu lassen. Für WfbM gilt der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von zur Zeit 7 %.Mit Ihrer Auftragserteilung ermöglichen Sie die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderung und leisten einen wichtigen Beitrag zu deren Integration in die Gesellschaft.

An wen muss ich mich wenden, wenn ich Fragen habe bzgl. Arbeit oder Arbeitsplatzsuche für Menschen mit Behinderung?

Für Kundenanfragen aus der Industrie und Privatwirtschaft bezüglich Arbeitsaufträgen, Eigenprodukten etc. stehen Ihnen unsere Werkstattleitung, Abteilungsleitung sowie unser Vertrieb gerne zur Verfügung. Geht es um die Arbeitsplatzsuche für einen Menschen mit Behinderung, sprechen Sie bitte die Kollegen im Sozialen Dienst an. Diese informieren Sie gerne über die Aufnahmevoraussetzungen in unseren Werkstätten sowie allen weiteren Fragen zu diesem Thema.

Welche Art von Kunden hat eine WfbM?

Zu unseren Kunden zählen wir Menschen mit Behinderung und deren Angehörige für die wir neben Wohn- und Arbeitsangeboten auch Dienstleistungen im Bereich Offene Hilfen anbieten.Des Weiteren übernehmen wir in unseren Werkstätten die Abwicklung von Kundenaufträgen und die Erstellung von Eigenprodukten für Kunden aus Industrie und Wirtschaft sowie Kommunen und Privatkunden.

Fragen aus dem Bereich 'Bands und Künstler'

Wer ist Ansprechpartner für Fragen zum Thema Bands und Kunst?

Bei Buchungsanfragen unserer Bands, Interesse an Vernissagen unserer Künstler und zu jeglichen Informationen und Fragen rund um Bands und Kunst steht Ihnen Herr Ralf Thomas-Rogala gerne zur Verfügung.

Fragen aus dem Bereich 'Betreutes Wohnen'

Kann ich mir aussuchen, wo und mit wem ich wohne?

Jeder Bewohner kann sich selbstverständlich selbst aussuchen, wo und mit wem er wohnen möchte. Das Betreute Wohnen versucht dabei, dem individuellen Wunsch des Menschen mit Behinderung zu entsprechen. Unsere Bewohner unterliegen dabei auch den Gesetzen des offenen Wohnungsmarktes und Angebot und Nachfrage. So ist es z.B. in Bensheim nicht einfach, bezahlbare Wohnungen für unsere Menschen mit Behinderung zu finden. Die Wohnungssuche kann deshalb bis zu einem Jahr dauern.

Wie schnell kann ich Unterstützung bekommen?

In der Regel dauert das Aufnahmeverfahren, vom Erstkontakt bis zur Bewilligung der Kostenzusage durch den LWV, zwischen vier und acht Wochen. Wichtig ist, dass es grundsätzlich die Hilfeplankonferenz abzuwarten gilt, bei dem alle Parteien (Mensch mit Behinderung, LWV und das Betreute Wohnen) den tatsächlichen Umfang der Unterstützung zusammen besprechen. Falls eine akute Notsituation entstanden ist, kann das Betreute Wohnen in Absprache mit dem Kostenträger auch in Vorleistung treten und damit die Betreuung sofort starten.

Was passiert, wenn während der Betreuung ersichtlich wird, dass der Bewohner nicht selbständig im Betreuten Wohnen leben kann?

Die Übergänge der verschiedenen Wohnangebote sind fließend, somit werden mit einem Bewohner, der den Anforderungen des Betreuten Wohnens nicht gerecht wird, Alternativen entwickelt. Alternative Wohnformen mit mehr Betreuung sind z.B. das Stationäre Wohnen und das Stationär Begleitete Wohnen.

Bekomme ich eine Wohnung gestellt?

Im Sinne der gleichberechtigten Anerkennung unterstützt das Betreute Wohnen die Bewohner ihre Wohnung selbst anzumieten. Zurzeit leben über die Hälfte aller Menschen mit Behinderung des Betreuten Wohnens in selbst angemieteten Wohnungen im Kreis Bergstraße. Da sich die Wohnungssuche für unsere Menschen mit Behinderung als schwierig erweist, besitzt die Behindertenhilfe Bergstrasse eigene Wohnungen, die insgesamt 28 Bewohnern ein Zuhause bietet. Alle Wohnungen sind zurzeit belegt.

Betreuung am Wochenende

Auch am Wochenende ist das Büro stundenweise besetzt. Somit ist gewährleistet, dass man im Notfall einen Betreuer erreicht. Die Wochenend-Dienste werden meist für die Freizeitgestaltung genutzt. Es werden Ausflüge oder sportliche Betätigung angeboten.

Gibt es eine Rufbereitschaft im Notfall?

Wir sorgen dafür, dass jeder Bewohner die allgemeingültigen Notrufnummern zur Hand hat, falls etwas passieren sollte. In der Regel wird Rufbereitschaft nur im äußersten Notfall abgedeckt, falls keine andere Hilfe in Sicht ist, oder eine „Krise“ zu erwarten ist, die nur durch die Betreuung abgedeckt werden kann.

Wie oft sieht man seine Betreuer?

Die Betreuungstermine werden individuell mit dem Bewohner vereinbart. Richtwert sind dabei die vom LWV bewilligten Zeitkorridore, die in der Regel zwischen ca. 2 und 7 Stunden die Woche liegen. Somit sind Betreuungstermine in einem 14-Tage-Rhythmus bis zu täglichen Betreuungsterminen denkbar. Die Betreuungsintensität wird individuell in Absprache mit dem Bewohner vereinbart und orientiert sich dabei an seinen Fähigkeiten und Ressourcen. Sollte es in der Betreuung zu einem Notfall oder Krise kommen, kann das Betreute Wohnen flexibel darauf reagieren und bei Bedarf kurzfristig mehr Unterstützung anbieten.

Was ist, wenn Nachts „etwas“ passiert?

Die Bewohner werden durch die Unterstützung des Betreuten Wohnens dazu befähigt, eigenständig einen Notruf bei der Polizei, der Feuerwehr oder dem Rettungsdienst abzugeben.

Wer bestimmt, wo ich wohne?

Der Mensch mit Behinderung bestimmt, wo er wohnen möchte. Dabei unterliegt er – wie jeder andere auch - den Bedingungen des offenen Wohnungsmarktes. Die Behindertenhilfe Bergstrasse betreut Menschen mit Behinderung im Kreis Bergstraße, außerhalb des Kreisgebietes nur in Ausnahmefällen.

Wer bezahlt meine Wohnung?

Dies hängt von der Einkommensgrenze ab. Wer grundsicherungsleistungsberechtigt ist, kann ebenfalls die Übernahme der Miete beim „Amt für Soziales Grundsicherung und Wohngeld“ beantragen. Damit werden die Kosten für „eine geeignete Wohnung“ übernommen. Eine geeignete Wohnung richtet sich nach dem Mietspiegel der jeweiligen Gemeinde/dem Kreis und der Wohnungsgröße. Wenn eine Wohnung zu groß oder der Preis für die Wohnung zu hoch ist, wird vom Kreis Bergstrasse nur der angemessene Preis bezahlt und der Leistungsberechtigte muss aus eigener Tasche die Differenz selbst tragen.

Wer vermögend ist, muss seine Wohnung selbst bezahlen.

Wer rentenberechtigt ist, muss prüfen, ob er Wohngeldberechtigt ist. Wer eine Rente bezieht, muss seine Wohnung in der Regel selbst bezahlen. Wenn die Rente sehr niedrig ist, kann zusätzlich Wohngeld beantragt und ggfs. die Miete bezuschusst werden.

Wer bezahlt die Betreuungskosten?

In der Regel werden die Betreuungskosten durch den überörtlichen Sozialhilfeträger, den Landeswohlfahrtsverband Hessen (LWV), abgedeckt.

Nach Antragstellung beim LWV auf Kostenübernahme der Betreuungskosten prüft der LWV, ob die Voraussetzungen für die Inanspruchnahme des Einkommens und des Vermögens vorliegen. Mit der Beantragung von Sozialleistungen verpflichtet sich der Antragsteller zur Mitwirkung und Auskunftspflicht gegenüber dem Sozialhilfeträger (hier: LWV). Somit müssen Einkommens- und Vermögensverhältnisse des Antragstellers und der Eltern dem LWV offen gelegt werden. Die Angaben können auch verweigert werden, dann erhebt der LWV einen monatlichen Beitrag zu den Betreuungskosten.

Wenn das Einkommen 100.000 Euro im Jahr nicht übersteigt und kein Vermögen vorhanden ist, kommt der LWV in der Regel für die Betreuungskosten auf. Ehepartner werden gemeinsam veranschlagt (Gesetzes-Änderungen vorbehalten! Stand 2011).

Wie sieht die Betreuung bzw. die Unterstützung durch das Betreute Wohnen aus?

Die Betreuung und Assistenzleistungen richten sich individuell nach den Bedürfnissen des Einzelnen und werden individuell mit dem Bewohner und ggfs. auch mit den Eltern oder gesetzlichen Vertretern vereinbart. Das Betreute Wohnen arbeitet mit einem Bezugsbetreuungssystem, d.h. dass jeder Mensch mit Behinderung einen festen Ansprechpartner hat und eine feste Vertretungsperson. Eine Übersicht über die Betreuungsinhalte finden Sie hier: Betreutes Wohnen.

Wer ist nicht geeignet im Betreuten Wohnen zu leben? Gibt es Ausschlusskriterien?

Wenn keine geistige Behinderung diagnostiziert ist, kann die Behindertenhilfe Bergstrasse nur in Ausnahmefällen die Betreuung gewährleisten. Da das Betreute Wohnen nur stundenweise in der Woche Unterstützung anbietet, muss der Bewohner grundsätzlich in der Lage sein, eigenständig in einer Wohngemeinschaft oder in einer Einzelwohnung zu leben.

Was passiert, wenn ich nicht mehr betreut werden möchte?

Die Grundlage der Betreuung ist ein Integrierter Hilfeplan (IHP) und ein Betreuungsvertrag, die von den Vertragspartnern (Bewohner - Betreutes Wohnen) fristgerecht gekündigt werden können.

Wie funktioniert eine Aufnahme ins Betreute Wohnen?

Nach der Kontaktaufnahme wird zunächst ein Termin zum Erstgespräch vereinbart, an dem dann alle wichtigen Informationen erfragt und das Aufnahmeverfahren noch einmal erläutert wird. Der individuelle Hilfebedarf wird gemeinsam mit dem Mensch mit Behinderung und ggfs. dessen Verwandten oder gesetzlichen Vertreter besprochen und schriftlich festgehalten. Diese erste Informationserhebung bildet den Grundstein für den integrierten Hilfeplan (IHP), der von uns erstellt und dann noch einmal mit dem Bewohner, ggfs. Verwandten oder dem gesetzlichen Vertreter abgestimmt wird. Wenn alle Beteiligten den Hilfeplan unterschrieben haben, wird dieser mit einem Antrag auf Betreuung an den LWV geschickt. Der LWV prüft seine Zuständigkeit und ob die Voraussetzungen für die Inanspruchnahme des Einkommens vorliegen. Wenn der LWV zuständig ist, trifft sich dieser zusammen mit dem Interessenten und dem Betreuten Wohnen bei der Hilfeplankonferenz (HPK), auf der ganz konkret der Unterstützungsbedarf besprochen und festgelegt wird.

Wer ist geeignet im Betreuten Wohnen zu leben?

Um von der Behindertenhilfe Bergstrasse betreut zu werden, müssen folgende Kriterien zutreffen:

  • Mindestalter 18 Jahre
  • wohnhaft im Kreis Bergstraße
  • bescheinigte geistige Behinderung
  • Motivation, einen eigenen Haushalt zu führen

Im Betreuten Wohnen werden die Menschen mit Behinderung stundenweise betreut. Das heißt, dass wöchentliche Termine vereinbart werden. Diese finden in der Regel nachmittags nach der Arbeit statt. Daraus ergeben sich weitere Mindestanforderungen wie z. B. dass man in der Lage ist, morgens selbständig aufzustehen und zur Arbeit zu gehen.

Aktuelles und Pressemeldungen

 
 

Unterstützen Sie uns

Wir freuen uns über Ihre Spende - oder Ihren Einkauf über den Bildungsspender.

 
 

Termine

Folgen / Teilen

Kontakt

Behindertenhilfe Bergstrasse
gemeinnützige GmbH

Darmstädter Straße 150

64625 Bensheim